Leipzig (Sachsen)

Kochstraße 28 a
04275 Leipzig

Baujahr: ca. 1890

In der südlichen Vorstadt der Messestadt Leipzig siedelten sich im 19. Jahrhundert Gewerbebetriebe an, beispielsweise die bekannte Leipziger Likörfabrik Wilhelm Horn. In dieser Zeit entstand auch dieses Fabrikgebäude, welches über ein eigenes Kesselhaus und somit schon über eine Zentralheizung verfügte. In erster Linie wurden in diesem Gebäude Werkzeuge hergestellt. Das Fernmeldeamt Leipzig hatte dann seit 1936 Räume angemietet für technische Ausrüstungen. Der Mietvertrag mit dem Fernmeldeamt Leipzig wurde erst 1991 von der Besitzgesellschaft der Rahn Education gekündigt. Auch der Blutspendedienst der DDR und der VEB Berlin Kosmetik befanden sich bis kurz vor der politischen Wende in der DDR in diesem Gebäude. Die Tatsache, dass ein Kesselhaus vorhanden und das Gebäude auch im Zweiten Weltkrieg beheizbar war, führte dazu, dass der Leipziger Zoo in der kalten Jahreszeit während des Krieges Reptilien und Krokodile im Keller des Gebäudes untergebracht hat.

1991 kaufte die Besitzgesellschaft der Rahn Education das Gebäude und sanierte es aufwändig als Schulgebäude. So entwickelte sich hier in Leipzig am Standort Kochstraße die größte Berufsbildende Schule in freier Trägerschaft. Ab 2018 wird das ehemalige Fabrikgebäude nach fast 30 Jahren erneut grundsaniert und ab 2019 werden eine freie Oberschule mit dem Schwerpunkt Berufsbildung und eine Fachoberschule in das Gebäude einziehen, welches dann in der digitalen Bildung den neuesten Erfordernissen einer modernen Schule entspricht.