Altenburg (Thüringen)

Schmidtsche Villa mit Park
Rudolf-Breitscheid-Straße 19
04600 Altenburg

Baujahr: 1885
Epoche: Historismus, Neorenaissance

Bei dem Gebäudeensemble handelt es sich um ein Baudenkmal, welches im Jahre 1885 als großzügiges privates Wohngebäude erbaut wurde. Mit ihm besteht in der Stadt Altenburg ein Kulturgut, welches eindrucksvoll an die Bemühungen seiner Bürger erinnert, dem Erscheinungsbild der Stadt eine bestimmte Unverwechselbarkeit zu verleihen.

Kommerzienrat Edmund Schmidt (1845-1924 - Zigarettenfabrikant und Reichstagsabgeordneter) erhielt 1881 diese Villa als Hochzeitsgeschenk von den Brauteltern. In den Jahren 1945 - 1948 erfolgte in der Villa Schmidt zeitweise die Verwahrung von politischen Gefangenen. Wintergarten, Turm und Teich galten als übermäßiger herrschaftlicher Luxus und wurden entfernt. Es blieb nur noch der Park erhalten. 1949 wurde das Haus Eigentum der „Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft“. Seit 1956 wurde die Villa als Kindertagesstätte genutzt. In dieser Zeit veränderten zahlreiche bauliche Eingriffe den Charakter des Hauses.

Seit März 1999 ist die Villa Eigentum der Besitzgesellschaft der Rahn Education (der immobilien radi gbr). Im Zeitraum von März 1999 bis Oktober 2000 wurde die Villa umfangreich denkmalgeschützt saniert. Die Wirtschaftsakademie Dr. P. Rahn & Partner GmbH, ein Unternehmen der Rahn Education, nutzte dieses Gebäude dann als Ausbildungsstätte für Hotelberufe im Rahmen der Neuorientierung in den neuen Bundesländern.

Ein Umbau von März bis August 2007 führte zur Umnutzung in eine „Freie Grundschule musikalisch–künstlerischer Ausprägung" der Dr. P. Rahn & Partner gGmbH, die zur Rahn Education gehört. Im Jahr 2016 wurde die Namensgebung als Freie Grundschule Christian Felix Weiße feierlich vollzogen. Damit wurde ein bedeutender Schriftsteller der deutschen Aufklärung geehrt, der kurz nach seiner Geburt bis zu seinem Abitur in Altenburg gelebt hat.